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Vorbereitung auf die Kajak-Tour: Das muss dabei sein!

Die Kajak-Tour stellt reisende vor eine besondere Herausforderung, denn das Reisegepäck muss komplett im Boot verstaut werden. Gar nicht so einfach, wenn man auf so manchen Luxus nicht verzichten möchte ... Bei Gruppentouren müssen manche Gegenstände aber nur einmal mitgenommen werden, und in so ein Kajak passt mehr rein, als man allgemein annimmt.

Bild: Pixabay

Vier verschiedene Packlisten

Um das Reisegepäck übersichtlich zu sortieren, bieten sich farbige Packsäcke oder -taschen an, die idealerweise wasserdicht sind. Denn immerhin reist man ja auf dem Wasser. Sinnvoll ist die Unterteilung des benötigten Gepäcks in:

  • Gegenstände für das Lagerleben und damit den gemeinschaftlichen Bedarf
  • Dinge für den persönlichen Bedarf
  • Ausrüstung für das Kanu oder Kajak
  • Alles für die Küche

Während die Dinge für den persönlichen Bedarf allein dem persönlichen Komfort dienen und eigenverantwortlich gepackt werden können, muss alles andere mit der Gruppe abgestimmt werden. Denn die Ausrüstung für das Kajak, Zelte und Küchenbedarf wird von allen benötigt. Dieses Gepäck wird denn auch in der Gruppe so aufgeteilt, dass jeder etwas davon transportiert, so viel wie eben Platz im Kajak ist.

Konkrete Packliste muss individuell erstellt werden

Da jede Kanutour etwas anders ausfällt, kann keine allgemeingültige Packliste erstellt werden. Anregungen gibt es online, beispielsweise beim Canoe Guide. Dort sind die einzelnen Gegenstände mit einem Ampelsystem nach Wichtigkeit markiert, so dass die Entscheidung für Gepäckreduktionen eher leicht fällt. Unabdingbar sind:

  • Zelt und Reparaturmaterial
  • Erste Hilfe Paket sowie Handy oder Smartphone
  • Feuerzeuge und Streichhölzer, die auf verschiedene Leute und an verschiedene Stellen verteilt werden sollten
  • ausreichende Menge Müllsäcke und Toilettenpapier
  • ein Multitool und Nähzeug
  • gute Kenntnisse über das zu bereisende Gebiet inklusive Vorschriften
  • Schlafsack und Regenkleidung (Hose und Jacke, Hardshell)
  • Natürlich auch normale Kleidung und Pullover, die warm halten würde
  • ein Messer, Reisepass, (Auslands-)Krankenversicherung, eventuell Reisetickets
    mückendichte Hose, Fleecejacke, Softshelljacke
  • Stiefel, Schlauchtuch, Wollmütze
  • Handtücher, Zahnpflegeset
  • Angelzeug
  • Reservekleidung
  • Kanu und ein Paddel je Person, Schwimmwesten
  • wasserdichte Tonnen und Säcke/Packtaschen
  • Reparaturset für die Kanus
  • ab zwei Kanus Walkie-Talkies

Sicherheit geht vor

Eine Kanutour geht selten einmal rund um den gut erschlossenen Baggersee, mit Übernachtung im Hotel und regelmäßigen Mahlzeiten in den Restaurants der anliegenden Dörfer. Kanu ist Abenteuer, meist führt die Tour durch die Wildnis. Und je wilder und unerschlossener die Gegend ist, desto sorgfältiger muss die Reise vorbereitet werden. Sowohl das Gewässer als auch die Umgebung sollten gut bis sehr gut studiert werden, die heimische Fauna und Flora muss beachtet werden (Stichwort Küche und Versorgung). Außerdem ist es wichtig, das Kanu gut vorzubereiten: Nötige Reparaturen sollten vor Reiseantritt durchgeführt werden, die Kajaks müssen noch einmal komplett durchgecheckt werden. Je abgelegener und wilder die Gewässer, desto intensiver die Vorbereitung, so die grobe Faustregel. Übrigens lohnt ein Blick auf die Karte und die Planung der jeweiligen Tagestouren. Vor allem in Skandinavien sollte bei der Wahl der Übernachtungsplätze auf eventuelle Gefahren wie Bären, Vielfraß, Wölfe und Elche achten. Die mögen zwar im Normalfall Menschen nicht und ziehen sich vor eventuellen Zusammenstößen zurück. Steht das Zelt aber genau da, wo die Reste von der letzten Jagd versteckt sind, kann das unglücklich enden. Daher sollte man sich im Vorfeld auch Gedanken machen, wie im Falle eines Zusammenstoßes reagiert werden soll. Sprachliche Mittel zur Kommunikation mit den örtlichen Behörden (und die entsprechenden Notfall-Rufnummern) inklusive.

 

 

 

 

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