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»Achen« für alle

Entdeckungen im Tiroler Unterland

Das Tiroler Unterland, stark vereinfacht gesagt der Ostteil Nordtirols, ist das Land der Achen. Nahezu jeder paddelbare Wildbach oder -fluss in der Region trägt diese Bezeichnung. Im Fokus der Wildwasserwelt steht aber nur einer dieser Flüsse, die großartige Brandenberger Ache, kurz »Brandy«. Die restlichen Achen müssen sich mit einem Platz im Schatten der alles überstrahlenden Flusskönigin begnügen. Dabei können hier vor allem Genusspaddler noch persönliches Neuland und eindrucksvolle Flusslandschaften entdecken. Matthias Breuel hat auf ein paar Fahrten auf der Brandy verzichtet und den unbekannteren Achen einen Besuch abgestattet.

Eines gleich vorweg: Wer darauf hofft, hier von der Entdeckung einer zweiten Brandenberger Ache, eines echten Weltklasse-Wildwassers also, zu lesen, den muss ich enttäuschen. Die Brandy bleibt für mich auch nach vielen Touren auf den Flüssen in der Umgebung die unbestrittene Nummer eins. Die anderen Achen können ihr weder hinsichtlich der Güte desWildwassers noch in Sachen Abwechslungsreichtum das Wasser reichen und auch landschaftlich nur teilweise ernsthaft mit ihr konkurrieren. Und doch sind sie in meinen Augen eine willkommene Abwechslung zum großen Klassiker, der sich für mich persönlich bei zu häufigen Befahrungen irgendwann leider doch abnutzt. Im Gegensatz zur Brandenberger Ache sind die folgenden Strecken zwar vielleicht kein Muss für jede Saison, können zwischen durch (je nach Können) aber auf jeden Fall genauso viel Spaß machen.

Bevor wir unsere Reise auf den Achen durchs Tiroler Unterland beginnen, noch einigeWorte zum Begriff Ache. Dieser Flussname (Hydronym) bezeichnet, glaubt man einer beliebten Enzyklopädie im Netz, ein Gewässer zwischen Fluss und Bach. Als Merkmale werden eine gewisse Breite, eine regelmäßige Wasserführung und ein deutliches Gefälle angeführt. Außerdem ist zu lesen, dass eine Ache typischerweise viele Wassermühlen antreibe, die im Gebirge oft in sehr kurzen Abständen aufeinander folgten. Der Realitätsgehalt dieser Charakterisierung lässt sich auf den Achen im Tiroler Unterland leicht in der Praxis prüfen – Hauptsache, wir verlieren dabei weder Wildwasser noch Landschaft aus den Augen.

Text/Bilder: Matthias Breuel

Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 05/2017.

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