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Kannst du knicken – Kaufberatung Faltboote

00DSC 0271Die Idee vom Boot, das zerlegt in einen großen Rucksack passt, ist alles andere als neu, bietet aber bis heute viele Vorteile. Es braucht kaum Lagerplatz und lässt sich leicht transportieren – und das sogar in der Bahn oder im Flugzeug. Unsere Kaufberatung gibt einen Überblick über die Hersteller und deren aktuelle Modelle und hilft Ihnen dabei, das perfekte Faltboot (Einer und Zweier) für Ihre Ansprüche zu finden. In einer der kommenden Ausgaben werden wir dann separat auf Faltcanadier eingehen.

Man schreibt den 30. Mai 1905, als Alfred Heurich in Bad Tölz aus dem Zug steigt und seinen Luftikus aufbaut. Seit dieser Jungfernfahrt auf der Isar haben Faltboote nichts an Reiz verloren und heute hat der Paddler eine breite Auswahl an unterschiedlichen Materialien und Bootsformen.

Der Faltboot-Vorteil: Flexibel und mobil

Beim Transport des Kajaks von und zum Fluss geht nichts ohne Auto. So wird man als Paddler gezwungenermaßen zum Motorsportler. Und ist man gerade nicht auf dem Wasser, benötigt man für die Lagerung einen großen Keller, eine Garage oder zumindest einen Liegeplatz im Bootshaus.

kaufberatung faltboote

 

Faltbootfahrern sind diese Probleme unbekannt. Im zerlegten Zustand bleiben zwei handliche Packsäcke – moderne Modelle lassen sich sogar in nur einem verstauen –, die sich im Auto bequem im Kofferraum mitnehmen lassen, ohne dass man erst einen Dachträger montieren muss. Ob als Großstadtindianer mit dem Zug ins Umland oder als Fernreisejunkie per Flugzeugtransport in die Wildnis fernab vom Straßennetz: Beim Transport spielen die Falter ihre Stärken voll aus. Die Mitnahme in Bahn, Bus oder Flugzeug, ja selbst auf dem Fahrradanhänger ist problemlos möglich. Auch der mitunter logistisch schwierig zu organisierende Transfer zurück zum Einstieg, um das Auto nachzuholen, kann entfallen. Am Ende der Kanutour kann man ein Faltboot einfach abbauen, einpacken und in den nächsten Bus oder Zug steigen.

Im Vergleich zu Luftbooten (eine Kaufberatung dazu finden Sie im kajak-Magazin Ausgabe 4/2014), die sich ebenfalls klein verpacken und daher gut transportieren und lagern lassen, glänzen Faltboote durch die besseren Fahreigenschafen, da sie nicht wie ein Luftballon auf dem Wasser driften, sondern satt im Wasser liegen.

Der Aufbau eines modernen Faltboots gelingt mit etwas Training in etwa 20 bis 30 Minuten, die schnellsten Modellen sind sogar in weniger als 10 Minuten einsatzbereit. Das Prozedere ist dabei von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich. Mal wird das Gerüst außerhalb der Bootshaut zusammengesteckt und komplett in die Bootshaut geschoben, die dann mit einem Reißverschluss geschlossen wird, mal wird das Gestänge in zwei Hälften eingeführt und dann im Boot aufgespannt. Es empfiehlt sich daher in jedem Fall, vor der ersten Tour den Aufbau des neuen Boots in Ruhe auszuprobieren. Planen Sie dafür mindestens eine Stunde ein und konsultieren Sie neben der Bedienungsanleitung auch die Videos auf der mitgelieferten DVD oder auf den Websiten der Hersteller im Internet.

Eine Bemerkung am Rande: Sie können ein Faltboot nach der Tour abbauen, müssen es aber nicht. Wenn Sie im Urlaub mehrere Tagestouren planen, können Sie das Boot natürlich auch im aufgebauten Zustand zu den einzelnen Flüssen transportieren (dann allerdings wieder mit Dachträger und Auto). So sparen Sie sich den täglichen Auf- und Abbau, und erst nach der Reise wird das Boot wieder klein verpackt und bis zur nächsten Reise eingelagert …

Einen ausführliche Kaufberatung lesen Sie in Ausgabe 04/2014 des kajak-Magazins.

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